Der Katasterwert bestimmt IBI, fiktive Einkünfte im Modelo 210 und die ITP. So fragen Sie ihn ab, prüfen und – falls nötig – fechten ihn an.
Der Katasterwert (valor catastral) ist die Grundlage der gesamten spanischen Immobilienbesteuerung. Er bestimmt die Höhe der IBI, der fiktiven Einkünfte im Modelo 210 und in vielen Regionen auch die Basis der ITP. Wer ihn kennt, spart oft hunderte Euro pro Jahr.
Was ist der Katasterwert?
Ein vom spanischen Kataster jeder Immobilie zugewiesener Verwaltungswert, in der Regel 50–70 % des Marktwerts. Er setzt sich zusammen aus Bodenwert und Gebäudewert.
Wofür wird er verwendet?
- IBI: Bemessungsgrundlage der jährlichen Gemeindesteuer.
- Modelo 210 fiktive Einkünfte: 1,1 % bei Revision nach 2012, sonst 2 %.
- ITP / AJD: in vielen Regionen ist der "Referenzwert" Mindestbasis.
- Plusvalía: berechnet auf den Bodenwert.
- Vermögensteuer / Großvermögensteuer.
Abfrage
- Sede Electrónica del Catastro mit digitalem Zertifikat oder Katasterreferenz.
- Auf dem IBI-Beleg.
- In der notariellen Kaufurkunde.
Wann wird er aktualisiert?
Alle 5–10 Jahre durch Wertermittlungsverfahren; jährlich durch Aktualisierungskoeffizienten (0,9–1,1).
Für das Modelo 210 ist entscheidend, ob der Wert in den letzten 10 Jahren überprüft wurde: Dann 1,1 % statt 2 % – ein Rückgang um 45 %.
Wann lohnt sich ein Einspruch?
- Katasterwert übersteigt den Marktwert.
- Fläche / Merkmale stimmen nicht.
- Schwere bauliche Mängel nicht berücksichtigt.
Verfahren: "subsanación de discrepancias" über das Online-Büro des Katasters.
Katasterwert vs. Referenzwert
Seit 2022 existiert der Referenzwert, ein vom Kataster aus realen Verkaufspreisen errechneter Marktwert – Mindestbasis für ITP und Erbschaft-/Schenkungsteuer.
Zusammenfassung
Prüfen Sie den Katasterwert jedes Jahr auf der IBI-Quittung. Klären Sie, ob der ermäßigte Satz von 1,1 % für das Modelo 210 gilt. Bei Überbewertung Einspruch erwägen.
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